Was misst dieser Soziale Phobie Test?
Dieser kostenlose Selbsttest hilft dir herauszufinden, ob du möglicherweise unter einer sozialen Phobie (auch soziale Angststörung genannt, ICD-10: F40.1) leidest. Er basiert auf der Liebowitz Social Anxiety Scale (LSAS), einem klinisch validierten Fragebogen, der seit 1987 weltweit als Goldstandard zur Einschätzung sozialer Ängste eingesetzt wird.
Du bewertest insgesamt 24 typische soziale Situationen aus zwei Kategorien – Leistungsangst und soziale Interaktion – jeweils hinsichtlich deiner empfundenen Angst und deines Vermeidungsverhaltens. Die Skala reicht dabei von 0 (keine Angst / nie vermieden) bis 3 (starke Angst / immer vermieden).
Für wen ist dieser Soziale Phobie Test geeignet?
Der LSAS-Selbsttest richtet sich an Erwachsene ab 18 Jahren, die den Verdacht haben, unter übermäßiger sozialer Angst zu leiden. Typische Anzeichen sind eine anhaltende Furcht vor sozialen Bewertungssituationen, starkes Vermeidungsverhalten und körperliche Symptome wie Erröten, Zittern, Herzrasen oder Übelkeit in Gegenwart anderer Menschen.
So interpretierst du dein Ergebnis
Die LSAS-Gesamtpunktzahl reicht von 0 bis 144 Punkten. Je höher der Wert, desto ausgeprägter ist die soziale Angst:
Dieser Online-Test ersetzt keine ärztliche Diagnose. Bei einem hohen Ergebnis empfehlen wir, professionelle Hilfe aufzusuchen.
Was ist eine soziale Phobie?
Die soziale Phobie – im Fachbereich auch als soziale Angststörung (englisch: Social Anxiety Disorder) bezeichnet – gehört zur Gruppe der Angststörungen. Betroffene empfinden eine ausgeprägte und anhaltende Angst in Situationen, in denen sie von anderen Menschen beobachtet, bewertet oder beurteilt werden könnten. Diese Angst geht deutlich über normale Schüchternheit hinaus und kann den Alltag in Beruf, Beziehungen und Freizeit massiv einschränken.
In Deutschland sind schätzungsweise 7 bis 13 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal im Leben von einer sozialen Phobie betroffen. Sie beginnt häufig bereits im Jugendalter und verläuft ohne gezielte Behandlung in vielen Fällen chronisch. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Therapie – insbesondere der kognitiven Verhaltenstherapie – bestehen sehr gute Heilungschancen.
Typische Symptome einer sozialen Phobie
Die Symptome einer sozialen Phobie umfassen sowohl körperliche als auch psychische Beschwerden. Zu den häufigsten gehören: intensive Angst vor sozialer Bewertung, Erröten, Zittern, Schwitzen, Herzrasen, Übelkeit, Stottern sowie ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten. Viele Betroffene beschreiben außerdem ein niedriges Selbstwertgefühl, permanente Selbstkritik und die Angst, sich zu blamieren.
Soziale Phobie vs. Schüchternheit – der Unterschied
Schüchternheit ist eine normale Persönlichkeitseigenschaft, die sich auf bestimmte Situationen beschränkt und mit zunehmender Vertrautheit nachlässt. Bei einer sozialen Phobie hingegen ist die Angst so intensiv und allumfassend, dass Betroffene soziale Kontakte systematisch meiden. Der entscheidende Unterschied: Eine soziale Phobie verursacht erhebliches Leiden und schränkt die Lebensqualität dauerhaft ein – sie ist eine anerkannte psychische Erkrankung, die behandelt werden kann und sollte.
Über die Liebowitz-Skala (LSAS)
Die Liebowitz Social Anxiety Scale wurde 1987 von dem Psychiater Dr. Michael R. Liebowitz an der Columbia University (New York) entwickelt. Mit 24 Items deckt sie ein breites Spektrum an angstauslösenden Situationen ab – von öffentlichem Telefonieren über Essen vor anderen bis hin zum Ansprechen von Autoritätspersonen. Die deutsche Fassung wurde von Stangier und Heidenreich (2005) wissenschaftlich validiert und wird in der deutschen S3-Leitlinie zur Behandlung von Angststörungen als Standardinstrument zur Schweregradbestimmung empfohlen.
